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 Edda Winkel 


Hinauf
Ein runder, kleiner Wassertropfen
wollte gern am Himmel sein.
Du kannst an Fensterscheiben klopfen,
als Wolke bist du viel zu klein!
Und wenn schon, denkt der Kleine,
so schnell geb ich nicht auf,
zwar schaff ich´s nicht alleine,
ich will dennoch hinauf.
Keck schaut er aus der Pfütze,
dann packt er einen Sonnenstrahl,
winkt vergnügt mit seiner Mütze
lässt hoch sich zieh`n und grüßt nochmal.

Hinab
Versammelt sind viel Regenbrüder
in den Wolken, schaun umher,
singen sanfte schöne Lieder
von Bach, von Fluss und großem Meer.
Ganz leise, leise hört man schon
feinen Klang und zartes Rauschen,
`s folgt Prasselschlag und Hagelton,
atemlos die Menschen lauschen.
Tropfen purzeln, stürzen, stieben
zur Erde herab. Sie eilen
zum Meer, sie lassen sich wiegen.
Schaum und Wellen! Verweilen!

Im Kreis
Steigen und fallen, Ströme im Reigen,
Wind weht darüber, es lacht die Sonne.
                                     Wenn sie über die Wasser sich neigen,                                           
locken und zerrn sie die Tropfenkolonne.
Schweigend schweben die Feuchten hinauf,
schauen zurück aus hellblauem Zelt.
Wolken zart, gleich Nebel und Rauch,
warten bis wieder ein Regen fällt.
Nässe durchdringt uns, auch Pflanze und Tier,
belebt, ernährt und erhält diese Welt.
Das Wasser ruht nie, es strebt voller Gier,
ist in den großen Kreislauf gestellt.



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